Wie arbeitet ein Online Casino ?

Normalerweise verstecken sich die Online Casinos hinter einer bunten Fassade: die Spiele und Angebote stehen im Vordergrund, zum Unternehmen selber kann man, zumindest auf den ersten Blick, nur wenig erfahren. Aber wer sich mal die „Jobs“-Rubrik auf einer Casino Seite angeschaut hat, der wird schnell erkennen, dass da ganz schön viel Know-How und auch ein großes Team dahinterstecken. Und das obwohl sich die Casinos in Sachen Spielauswahl meist komplett ähneln – denn hinter der Software selber stecken wiederum ganz andere Unternehmen.


Wir möchten auch einmal einen Blick hinter die Kulissen eines Online Casinos werfen – und erklären welche Abteilungen es da so gibt, wie das ganze technisch zusammengesetzt wird und woher die Spiele kommen. Und auch die Lizenzgeber werden wir vorstellen. Und am Ende verraten wir das offene Geheimnis wie Casinos Geld verdienen.

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Wie funktioniert so ein Online Casino?

Ein Online Casino besteht aus zwei großen Teilen – einer umfangreichen technischen Abteilung und viel Marketing. Die technische Abteilung ist dafür zuständig, dass jederzeit alles perfekt funktioniert. Die verschiedenen Softwarekomponenten, die meist zugekauft werden (vor allem die Spiele sind meistens Fremdentwicklungen) müssen perfekt ineinander greifen.

Die Server müssen auch bei unerwartet hohem Spielbetrieb immer einwandfrei funktionieren und die Sicherheitsarchitektur muss einwandfrei funktionieren. Dazu kommt, dass ein Online Casino rund um die Uhr geöffnet ist und sich oft an Spieler auf der ganzen Welt wendet – deshalb wird in einem Online Casino, zumindest bei der Technik, im Schichtbetrieb gearbeitet – jemand muss immer unter Kontrolle haben, was gerade passiert.

Die zweite große Abteilung ist das Marketing und der Vertrieb. Denn damit ein Casino Geld verdienen kann, müssen dort Spieler spielen. Und die Spieler haben eine gigantische Auswahl – so entwickeln die großen Casinos laufend neue Aktionen, um neue Spieler zu werben, aber auch die bestehenden Kunden bei Laune zu halten. So werden die Angebote für die treuen Kunden immer besser und auch neue Spieler dürfen mit immer mehr Goodies rechnen. Dazu kommt die Kooperation mit der Presse, Fachmedien wie uns und der direkte Kundenkontakt.

Für den ist vor allem der Kundendienst zuständig, der bei den meisten Casinos mit sehr vielen Mitarbeitern bestückt ist. Und diese Mitarbeiter müssen freundlich, intelligent und kompetent sein, denn ein verärgerter Kunde ist sofort wieder weg – und wenn ein Spieler Hilfe sucht, dann hat er meist wenig Geduld.

Woher stammen die Spiele im Online Casino?

Kein Wort wurde bisher über die Software selber gesagt. Dabei stellt doch diese den Grund dar, warum man erst ins Online Casino geht: als Spieler will man einfach spielen können und das ohne sich Sorgen zu machen. Die allerersten Software-Entwickler für Casinos haben auch selber Casinos betrieben – das aber bald aufgegeben. Die Doppelbelastung ein Casino zu betreiben und neue Spiele zu entwickeln ist zu groß. Außerdem kommt es hier zu Interessensüberschneidungen, die nicht wirklich wünschenswert wäre.

So haben Microgaming, Net Ent und andere Software-Firmen ihre eigenen Casinos aufgegeben und stattdessen begonnen neue und bessere Casino Spiele zu entwickeln. Tausende Entwickler sind bei den großen Unternehmen beschäftigt. Viele bieten ihren Kunden, den Casinos, auch Lösungen für Zahlungen, die Homepage etc. an – sie bauen also praktisch das gesamte Casino – aber eben ohne die Mitarbeiter, die das Ganze dann managen, betreuen und bewerben.

Das Herzstück ist übrigens bei jeder Casino Software der Zufallsgenerator, neudeutsch RNG (Random Number Generator) genannt. An diesem hängt das wohl und wehe eines Online Casinos ab – wenn Spieler Zweifel bekommen, ob wirklich alles Zufall ist, dann ist das der Todesstoß, denn wir alle wollen nur dort spielen, wo man uns eine faire Chance gibt. Glücklicherweise zeigt die Erfahrung, dass die Branche hier sehr ehrlich ist – große Skandale sind in den letzten 20 Jahren keine vorgekommen. Immerhin gewinnt das Haus auch auf faire Art und Weise genug Geld.

In den letzten Jahren hat sich der Trend aber etwas gedreht. Denn davor gab es meist ein Casino mit einer Software. Wer sich heute die größten und erfolgreichsten Online Casinos anschaut, wird feststellen, dass diese Spiele vieler verschiedener Anbieter im Angebot haben. Das bedeutet aber auch, dass heute die Casinos auf der technischen Seite wieder stärker in die Programmierung involviert sind, weil sie die Plattform selber entwickeln, die die unterschiedlichsten Spiele unter einen Hut bringt.

Wer steckt hinter der Glücksspiellizenz?

Oft übersehen, aber für die Spieler und die gesamte Online Casino Branche sehr entscheidend, sind die Lizentgeber, das sind Staaten oder Regionen, die den Online Casinos erlauben von ihrem Territorium aus Glücksspiel anzubieten. Meist müssen dort vor Ort zumindest die Server stehen, oft sind dort auch viele Büros und Arbeitsplätze der Online Casinos und auch der Software-Entwickler.

Die Lizenzgeber sind so eine Art Schiedsgericht. Denn sie sorgen dafür, dass die Casinos laufend zum Offenlegen der Daten gezwungen werden und verhindern so, dass doch ein Anbieter am Schräubchen dreht, um seinen Gewinn zu maximieren. Und sie sind auch der Ort, wo es, im Streitfall, zur Klage kommt. Deshalb ist es auch einfacher in einem Casino zu spielen, dass in der Europäischen Union beheimatet ist, als in einem Karibik-Casino: beim Rechtsstreit steht man einfach um einiges besser da.

Die Lizenzgeber werden oft von anderen Staaten eher misstrauisch beäugt – deshalb haben sie ein großes Interesse daran, dass alles zu 100 Prozent sauber läuft: immerhin sind Staaten wie Malta, Zypern oder auch Großbritannien Länder die auch in anderen Bereichen auf wirtschaftliche Zusammenarbeit mit der Weltstaatengemeinschaft bauen und können sich deshalb keine halbseidenen Geschäfte mit Bürgern anderer Staaten erlauben.

Wie verdient ein Casino Geld?

„Das Haus gewinnt immer“, lautet die große Casino Weisheit, die man immer wieder zu hören bekommt. Und es ist wahr – ein Online Casino ist ein gutes Geschäft, weil die Spiele so konzipiert sind, dass das Casino im Schnitt immer gewinnt. Dass tausende Spieler ebenfalls gewinnen fällt dabei nicht so ins Gewicht, denn es wird mehr verloren als gewonnen.

Dafür sorgt der „Hausvorteil“, der sich in der Auszahlungsquote des Casinos widerspiegelt. Im Schnitt schütten Online Casinos um die 95 Prozent, oder sogar mehr, der Einsätze auch wieder aus – aber angesichts der riesigen Umsätze sind die paar verbleibenden Prozent mehr als genug, um den oben geschilderten riesigen Apparat zu finanzieren. Das ist aber kein Grund den Kopf in den Sand zu stecken – es ist einfach nur die Ursache warum das Ganze Glücksspiel heißt. Um den kleinen mathematischen Vorteil des Hauses zu knacken, muss man eben Glück haben. Aber dann sind schöne Gewinne möglich. Und gute Unterhaltung bieten die Casinos allemal.